DuMont Journalistenpreis 2015

Die DuMont Mediengruppe verleiht zum fünften Mal den DuMont-Journalistenpreis. Und zum ersten Mal gibt es Kategorien für Qualitätsjournalismus, die man nicht mehr auf Papier transportieren kann – für das beste Hörstück sowie  das beste Bewegtbild. 

Seit einigen Jahren schon verändert sich das Konzept der Zeitung, bekommen die Artikel immer mehr Leser, weil die Inhalte auch digital konsumiert werden. Über den digitalen Weg  ergänzen und  bereichern Ton und Film das journalistische Angebot. Ja, Bewegtbild verdrängt sogar  immer häufiger den Text. Die digitale Transformation unserer Tageszeitungsmarken ist der eine Grund, warum DuMont den Preis weiter fasst. Wir zeichnen publizistische Qualität aus – der Kanal spielt dabei keine Rolle mehr. Der andere, nicht weniger wichtige Grund: Die Mediengruppe besitzt Radiosender im Rheinland und Berlin, nennt in Halle und Köln TV-Sender ihr Eigen.  Wir machen auf vielen verschiedenen Kanälen anspruchsvollen Journalismus. Die besten Beiträge soll der Preis auszeichnen. 

Auch wenn Multimediales dieses Jahr zum ersten Mal gewürdigt wird, bereits bei der Taufe des Preises,  der 2010 auf Wunsch des verstorbenen Verlegers Alfred Neven DuMont geschaffen worden ist, stand dieser Gedanke Pate: Im Vorstandsprotokoll hieß es damals: „Der Preis berücksichtigt den multimedialen Anspruch des Hauses.“ Gestartet werden sollte mit den Tageszeitungen, doch die Radiobeteiligungen seien zu einem späteren Zeitpunkt miteinzubeziehen. Voilà. 

Die digitale Revolution versetzt die Leser und Nutzer in eine nie dagewesene Nähe zum Geschehen: Twitter ermöglicht es uns, die Hilferufe nach dem Anschlag im Bataclan in Echtzeit  zu verfolgen, noch während die Terroristen gejagt werden. Niemals verfügte die Menschheit über mehr Informationen, über schnellere Informationen. Unzähliger Blogger, darunter Experten, Scharlatane und PR-Profis, tragen zur Meinungsbildung bei, machen den klassischen Medien Konkurrenz. Schlimmer noch: Einige Blogger zweifeln immer lauter die Glaubwürdigkeit der traditionellen Medien an, was dem schrecklichen Wort „Lügenpresse“ 2015 zu einer gewissen Popularität verholfen hat. 

Diese Entwicklungen sind die großen Herausforderungen für unsere Medienmarken. Und deshalb kann es nur eine konsequente Antwort geben: Qualität entscheidet, sie ist das A und O. Denn die Aufgaben der Journalisten haben sich nicht geändert, sie sind wichtiger denn je. Sie sind ein elementarer Baustein unserer Gesellschaft. Welche der vielen Informationen, Meinungsäußerungen und Erlebnisberichte auf den digitalen Kanälen sind wichtig, welche  nützlich und welche gar echt? Diese Einordnung ist abhängig von von der Qualität der journalistischen Arbeit. Der  Qualität der Quelle, der Qualität der Recherche, dem Wissen und der Erfahrung des Journalisten. Dazu kommen die Unabhängigkeit unserer Medien sowie die Haltung der jeweiligen Journalistin.  

Aus diesen Zutaten entstehen brillante Beiträge, die die Jury beeindruckt und überzeugt haben. Die Erweiterung und der Neuzuschnitt der Kategorien führten zu einer Rekordbeteiligung: Über 160 Mitarbeiter haben mitgemacht und insgesamt 200 Beiträge eingereicht. 

Premiere Nummer zwei der diesjährigen Verleihung: Es gibt keinen Sonderdruck zum Journalistenpreis mehr, wie auch? Wir veröffentlichen stattdessen dieses multimediale Magazin  zum Preis. Hier finden Sie auch die jeweils Zweit- und Drittplatzierten.  

Neben den neuen Kategorien, auf die sich die Journalisten bewerben können, gibt es noch eine Innovation:  Die Jury  vergibt einen Publikumspreis. Welcher Text, welches Foto, Video oder welcher Screenshot kam denn am besten bei den Lesern an? Oder um konkreter zu werden: Welcher Beitrag hat über vier Millionen Menschen erreicht, erhielt über 50.000 Likes und mehr als 2.000 Kommentare? Schauen Sie selbst, klicken Sie sich durch!

Hier finden Sie die Seiten der verschiedenen Kategorien: