M. DuMont Schauberg zum Verkauf des Berliner Verlages

Mit Erstaunen und Verwunderung hat das Verlagshaus M. DuMont Schauberg (MDS) einen Artikel in der "Welt" vom 29. Oktober 2005 zur Kenntnis genommen, wonach der Verlag Holtzbrinck erneut öffentlich darstellt, der Verlag M. DuMont Schauberg habe sein Kaufinteresse am Berliner Verlag zu spät formuliert.

Mit Erstaunen und Verwunderung hat das Verlagshaus M. DuMont Schauberg (MDS) einen Artikel in der "Welt" vom 29. Oktober 2005 zur Kenntnis genommen, wonach der Verlag Holtzbrinck erneut öffentlich darstellt, der Verlag M. DuMont Schauberg habe sein Kaufinteresse am Berliner Verlag zu spät formuliert. Dies gehe aus einem Brief an 150 Unterzeichner eines Aufrufs hervor. Dem gegenüber stellen wir fest, dass es bereits seit deutlich mehr als einem Jahr intensive Gespräche mit Holtzbrinck über den Verkauf eines Berliner Verlages gegeben hat. Das entschiedene Kaufinteresse von MDS ist stets unstrittig gewesen. So haben im Juni 2005 Finanzexperten beider Häuser gemeinsame Bewertungskriterien für den Berliner Verlag ermittelt. Der damalige Wert wurde vom Haus MDS auf eine Summe von 168 Mio. Euro beziffert. Bis zuletzt hatte Holtzbrinck in Gesprächen mit unserem Haus den Eindruck vermittelt, dass MDS im Falle eines Verkaufes selbstverständlich und bevorzugt an Bietergesprächen teilnehmen würde. Nachdem Holtzbrinck in der jüngeren Vergangenheit bereits mehrfach öffentlich bemerkte, MDS habe es versäumt, ein Angebot abzugeben, haben wir mit Schreiben vom 19. Oktober 2005 erneut ein modifiziertes Angebot in Höhe von 175 Mio. Euro vorgelegt. Der Verlag Holtzbrinck hat demnach deutlich und über einen längeren Zeitraum die Option gehabt, den Berliner Verlag an MDS zu verkaufen. Diese Option wurde aus uns nicht nachvollziehbaren Gründen durch Holtzbrinck verworfen. Keinesfalls richtig jedoch ist die Darstellung, dies habe an unserem Haus gelegen. Kurz zusammengefasst: Falsches wird nicht dadurch richtig, dass man es ständig wiederholt.