Kölner Stadt-Anzeiger (Köln) und die Mitteldeutsche Zeitung (Halle/Saale) starten zum 15. "Tag der Deutschen Einheit" eine Artikelreihe über Deutschland

Zum "Tag der Deutschen Einheit" starten der Kölner Stadt-Anzeiger und die Mitteldeutsche Zeitung eine Artikelreihe - es geht um Deutschland, und es geht um die Meinung der Leser.

Zum "Tag der Deutschen Einheit" starten der Kölner Stadt-Anzeiger und die Mitteldeutsche Zeitung eine Artikelreihe - es geht um Deutschland, und es geht um die Meinung der Leser. Die beiden Zeitungen gehören zum Verlag M. DuMont Schauberg und erscheinen in Nordrhein-Westfalen sowie in Sachsen-Anhalt. Da beide Redaktionen stets einen engen Austausch pflegen, haben sie sich dieses Projekt vorgenommen. Von Einheit reden ist nicht schwer, einig sein dagegen? Wie nah - oder wie fremd - sind wir uns in Ost und West 15 Jahre nach der Wiedervereinigung? Wo erfahren Sie die Einheit - jenseits von Solidaritätszuschlag und politischem Streit über Transferleistungen? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigen sich in der Ausgabe vom 3. Oktober 2005 das Vorwort des Herausgebers Alfred Neven DuMont und das große Interview mit den Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen, Wolfgang Böhmer und Jürgen Rüttgers. Alfred Neven DuMont zur Lage in Deutschland 15 Jahre nach der Wiedervereinigung: "Es fehlt das Gespräch. Wir reden übereinander, ohne uns zu kennen. Ich kann für meine Seite bekennen: Ich habe im Osten nur gute Erfahrungen gemacht." Nach Ansicht des sachsen-anhaltischen Ministerpräsidenten Wolfgang Böhmer (CDU) muss die Wirtschaftsförderung von dieser "zwanghaften Ost-West-Vorstellung wegkommen". Was die EU in Europa schaffe, muss auch den Deutschen gelingen: "Dass wir nämlich abhängig von bestimmten Indikatoren, zum Beispiel der Höhe der Arbeitslosigkeit und der Wirtschaftskraft, bestimmte Bereiche als besonders förderbedürftig erklären. Dann können wir Programme machen für Regionen mit einer ungünstigen Wirtschaftssituation. Völlig unabhängig davon, ob das Gelsenkirchen, Bremerhaven oder Regionen in Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern sind". NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) erklärte in diesem Zusammenhang, dass sich "auch eingefahrene Strukturen im Westen schwerer hinterfragen" ließen. Er sei "immer noch glücklich über die deutsche Einheit". Die Leser von Kölner Stadt-Anzeiger und Mitteldeutsche Zeitung sind aufgerufen, ihre Meinung zu sagen. Dies ist per Post oder in einem eigens dafür eingerichteten Online-Forum (www.ksta.de/einheit oder www.mz-web.de/einheit) möglich. Geöffnet wird es am Tag der Deutschen Einheit, um 9 Uhr. Gestartet wird mit einem deutsch-deutschen Gedankenaustausch zwischen den beiden Schriftstellern Tilman Rammstedt (West) und Daniela Danz (Ost). Wie unterschiedlich erleben sie in Ost und West aktuelle Geschehnisse? Denken, fühlen und schreiben sie "in Regionen" - oder gesamt deutsch? Die beiden Zeitungen bringen Menschen zusammen. Menschen aus dem Osten oder Westen, die im gleichen Beruf arbeiten, werden einander für einige Tage begleiten: Reportagen aus dem deutsch-deutschen Alltag.