Verlagsgebäude
Der Entwurf des Neven DuMont Hauses ist das Ergebnis zahlreicher
schöpferischer Gespräche zwischen den Bauherren und dem
Architekten - notwendige Voraussetzung für ein Gebäude,
in dem viele kreative Köpfe jeden Tag ihre Zeitungen "neu
erfinden". Kommunikation aufbauen, Klarheit schaffen, zur
Meinungsbildung beitragen sind ihre Aufgaben. Und dafür ist
das Pressehaus der Verlagsgruppe M. DuMont Schauberg ein Symbol aus
Glas und Beton.
Ein Haus, das Zeichen setzt
Das Gebäude ist klar, transparent und einladend. Dazu
tragen die wenigen verwendeten Werkstoffe bei, die alle offen zu
Tage liegen: Glas, Sichtbeton, Holz, Stahl und Aluminium. Aber auch
die Form des Hauses zeigt deutlich, dass Transparenz für
Bauherren und Architekten oberstes Gebot war. Zwei
fünfstöckige Flügel mit je fünf Kämmen
liegen einander gegenüber; markanter Fixpunkt fürs Auge
ist der über 40 m hohe gläserne Turm, den man von weit
her sieht. Dass die Kölner diesen neuen Akzent der
Stadtsilhouette durchaus schätzen, beweist der liebevolle
Taufname, den der Turm schon bald erhielt: "das
Kölsch-Glas".
Eingebettet ins Umfeld - offen für die Umgebung
Nicht nur lokale Verbundenheit prägt den Bau. Für den
koreanischen Architekten Duk-Kyu Ryang aus dem Büro
Hentrich-Petschnigg & Partner spielten auch andere Aspekte eine
große Rolle. Er sieht die Verlagsgruppe eingebettet in ein
weltweites Netz. Deshalb hat er asiatische, europäische und
antike Traditionen in sein Konzept eingebracht. 27.000 m²
beträgt die Fläche der komplett verglasten
Außenfassade.
Alle unter einem Dach
Dass dieser kühne Entwurf nicht nur ästhetischen Ansprüchen genügt, sondern auch den praktischen Arbeitsanforderungen, ist selbstverständlich. Nachdem über Jahrzehnte einige Abteilungen auf verschiedene Gebäude in relativ beengten Verhältnissen in der Innenstadt verteilt waren, sind nun alle an einem Platz vereint: Vom Manuskript bis zur druckfertigen Seite entsteht alles in einem Haus. Die intelligente Konstruktion der gegenüberliegenden Kämme verkürzt die Wege. Die eigens gestalteten Treffpunkte auf den Etagen laden zu Gesprächen ein - denn trotz aller modernen Kommunikationssysteme bleibt die persönliche Begegnung immer noch die wichtigste. Mit seiner harmonischen Verbindung aus Funktionalität, Ästhetik und Umweltverträglichkeit setzt das Neven DuMont Haus in der immer größer und homogener werdenden Medienlandschaft ein unübersehbares Zeichen der ganz eigenen Identität des Unternehmens.

